Turnverein Sandhausen

Der Turnverein hatte noch im Gründungsjahr die erste Krise zu überstehen, bedingt durch die Neugründung des Turnerbundes Germania. Danach konnte er in turnerischer Hinsicht erste Erfolge verzeichnen und im Jahre 1896 seine Fahnenweihe durchführen. Die neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts waren die Glanzzeit des TV. Sportlich zeichnete sich Turnbruder Heinrich Hönig (älteren Sandhäusern noch bekannt als „Moritz“) durch seine Leistungen des öfteren aus.

Das Amt des Vorsitzenden übten aus: Jakob Mesemann II, Zigarrenarbeiter und Georg Kolb IV, Eisenbahnschaffner. Als Turnwarte fungierten: Mathias Klingler II, Schindelmacher und Adam Zimmermann II.

Die Aufwärtsentwicklung des Vereins hielt bis 1905 an. Durch die am 25. Mai 1906 gegründete Turngesellschaft Einigkeit musste der TV große Mitgliederverluste hinnehmen und der Turnbetrieb kam fast völlig zum Erliegen. Zum Abturnen der TG Einigkeit im Jahre 1907, zu dem alle Sandhäuser Vereine eingeladen wurden, erging keine Einladung an den TV.

Ein „stolzes Turnerbild“ anlässlich des Stiftungsfestes im Jahre 1911 dokumentiert, dass der TV auch diese Krise überstanden hat.

Mit Ausbruch des Krieges 1914 ruhte der Turnbetrieb vollständig. Er wurde nach Kriegsende in spärlichem Umfange wieder aufgenommen. In einer Aktennotiz des Bürgermeisteramtes Sandhausen vom 7. April 1925 über die vorhandenen Vereine in Sandhausen fehlt der TV. Auch bei den Verhandlungen zur Zusammenlegung der Sandhäuser Turnvereine im Jahre 1933 ist der TV nicht erwähnt.

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